Nun, machen wir Wein!

Kurz gesagt, arbeiten wir von Hand, mit traditionellen Methoden, mit alten Rebstöcken, die im klassischen Goblet Stil geschult sind. Wir verwenden nur organische und mineralische Behandlungen um unsere Trauben vor Krankheiten zu schützen. In der Weinherstellung orientieren wir uns an den Prinzipien des “natürlichen Weins”, mit minimaler Menge an hinzugefügten Sulfiten, und mit einem absoluten Minimum an menschlichen Eingriffen.

Wir nutzen Permakultur Prinzipien in kreativem Formen, um unseren Wein herzustellen…

Wir versuchen, alles zu recykeln. Wir nutzen unsere abgeschnittenen Weinranken, Reste aus der Fermentation und Presse, Lebensmittelreste, als Kompost.

Wir experimentieren derzeit mit dem Anbau von Gemüse zwischen den Reben.

Wir wissen, dass Wein die meist angebaute Nutzpflanze in Europa ist und wir lieben Wein, sind uns aber auch bewusst, dass es nicht das ist, was die meisten Menschen als eine Notwendigkeit betrachten. In den Gemeinden, wo die Monokultur der Weinberge völlig die Landschaft dominiert, herrscht keine Nachhaltigkeit und ungerechte Abhängigkeiten. Dies kann sich in Zukunft ändern…

Wir experimentieren mit verschiedenen Kombinationen von bodenbedeckender Gründüngung zwischen den Reben.

Eine Zeit lang haben wir Erdklee, Senf, Buchweizen, Weißklee und Vicia Sativa ausprobiert. Falls uns das Buchweizen-Experiment gelingen kann, könnten wir mit Mehl aus den Samen sogar Bier machen! Wir haben herausgefunden, dass sich manche der flächendeckenden lokalen Arten ganz gut eignen, da sie im Sommer von alleine absterben und so nicht um Wasser konkurrieren und keinen menschlichen Eingriff brauchen um sie zu kontrollieren. Z.B. Brize und Pied d’oiseau.

Bio-dynamische Behandlungen sind großartig!

Obwohl wir nicht biodynamisch arbeiten und auch keine Lust drauf haben, wollen wir Tees und Laugen für die Behandlungen nutzen, um die Pflanzen zu schützen, den Boden zu aktivieren und das Wurzelwachstum zu fördern. Dies schließt die Verwendung von Brennessel und Schachtelhalm ein, aber wir experimentieren auch mit, Knoblauch, Zwiebeln, Thymian, Fenchel und Kaliumhydrogencarbonat als Alternative Fungizid zu Kupfer.

Wir leben in unseren Weinbergen.

Weinberge sind Räume, für’s Leben, Grillen, Piknicken – nicht ausschließlich Arbeit. Wenn Ihr in einem Weinberg hockt, ist es clever, Euren Raum frei von Chemikalien zu halten!

Die Reben des Wurzelstocks, die auf unseren Weinbergen wachsen, pflanzen wir ein.

Wir pflanzen sie im Winter und im darauf folgenden Jahr sind sie bereit veredelt zu werden. So entstehen neue Pflanzen, die in drei Jahren geerntet werden können.

Wir fördern Artenvielfalt auf allen unseren Weinbergen.

Wir haben verschiedene Arten von Wein, Wurzelstock, lokalen Gräsern – sowie ein paar Unkräuter. Die Böden sind lebendig und wir hoffen, dass sie gegen natürlichen Feinde gewinnen. In diesem Jahr werden wir einen kleinen Klecks Honig auf jede Pflanze platzieren, um Ameisen anzulocken – die natürlichen Feinde der Termiten!

Wir beschränken die Verwendung von Kohlenwasserstoff-Energie, und nutzen hauptsächlich menschliche Energie  in der Herstellung unserer Weine.

Wir arbeiten mit unseren Händen – das ist keine Zauberei!

Wir fördern Mischkultur in unseren Weinbergen.

Die Grenzen zwischen den Gründüngungen und den Reben, den Weinbergen und den Wälder, den Wäldern und unseren Unkrautbarieren verstärken Interaktionen und schützen letztlich die Reben vor Krankheiten durch Entwicklung von Biodiversität.

Also, wie machen wir Wein? Kurz gesagt, wir machen Wein, mit einer Reihe von „ Harmonien“.